Oliver Kraut holt mit Deutschland den Europameistertitel

Bei seiner ersten Teilnahme an einer Meisterschaft konnte Oliver Kraut mit der U 21 Nationalmannschaft gleich den Titel gewinnen. In einem dramatischen Endspiel konnten sie nach einem 0:2 Satzrückstand das Spiel noch drehen und mit 3:2 gewinnen.

Vorrunde am Samstag

Deutschland – Italien 2:0 (11:6, 11:5)

Deutschland gerät rasch mit 0:2 in Rückstand, übernimmt jedoch dank exakt gesetzter, scharfer Rückschläge von Hofmann Philip mit 3:2 die Führung und gibt diese trotz toller Gegenwehr der Italiener, die ohne Ersatzspieler antreten, nicht mehr ab. Satzergebnis 11:6.

Im zweiten Satz geht Deutschland unangefochten mit 3:0 in Führung. Italien gelingt es nicht, den Gegner mit eigenem Service unter Druck zu setzen und verliert nach beherztem Kampf diesen Satz nach zwei Servicefehlern mit 11:5.

 Deutschland – Schweiz 2:1 (5:11, 11:8, 11:4)

In der Wiederholung des vorjährigen Endspieles entwickelt sich von Anfang an ein kampfbetontes Spiel mit tollen Ballwechseln, die immer wieder die Schweizer als Sieger sehen. Brilliante Angriffspunkte durch Jan-Marco Meier, fantastische Abwehrparaden gepaart mit perfektem Zuspiel lassen die Schweiz über ein 5:11 jubeln.

Nun ist es die deutsche Mannschaft, die unbedingt diesen Satz gewinnen muss, um weiter im Spiel zu bleiben. Hochklassige Ballwechsel auf beiden Seiten wechseln einander ab und nach zwischenzeitlichem 1:3 Rückstand geht Deutschland mit 5:3 und 6:4 in Führung. Die Schweizer halten jedoch dagegen und schaffen nach dem 6:6 Ausgleich sogar die 8:6 Führung. Ein harter Angriff der Deutschen, sowie ein Schweizer Servicefehler bringen das 8:8. Ein Ausball der Schweizer, ein perfekter deutscher Angriff und ein Service aus der Schweiz bringen das 11:8 Satzergebnis. Es geht in den entscheidenden dritten Satz.

Einem ausgeglichenen Satzbeginn, 3:3 folgt das 6:3 für Deutschland. Die Angriffe der Schweizer lassen an Schärfe und Effizienz nach und so zieht Deutschland davon. Die Schweizer Gegenwehr ist gebrochen, Satzsieg Deutschland 11:4.

Deutschland – Spanien/Katalonien 2:0 (11:4, 11:4)

Deutschland wird der klaren Favoritenrolle gerecht und gewinnt den ersten Satz mit 11:4.

Eine klar überlegene deutsche Mannschaft spielt auch Satz 2 mit 11:4 nach Hause.

 Deutschland – Österreich 1:2 ( 9:11, 3:11, 10:12)

Im Duell der beiden Mannschaften geht es um den direkten Finaleinzug. Es ist auch für diese beiden Mannschaften bereits das vierte Spiel an einem brennend heißen Sommertag und es müssen die letzten Kräfte und die letzte Konzentration mobilisiert werden. Deutschland beginnt mit einem Servicefehler, Österreich zieht auf 3:0 und 6:1 davon, Deutschland nimmt ein Timeout. Im Anschluss verkürzt die Mannschaft auf 5:7, gleicht auf 7:7 aus, kann jedoch nie die Führung übernehmen und verliert Satz 1 durch einen Rückschlagfehler mit 9:11.

Erneut geht Österreich mit 1:0 in Führung, kann aber in der Folge der in Abwehr, Zuspiel und Angriff überlegen spielenden deutschen Mannschaft nichts entgegensetzen und verliert mit 3:11 deutlich.

Der letzte Satz des Tages entscheidet, ob Deutschland oder die Heimmannnschaft aus Österreich direkt in das morgige Finale einzieht. Diesmal liegt Österreich 0:1 im Rückstand, zieht dann auf 4:1 davon und spielt nach einem zwischenzeitlichen 4:3 einen komfortablen 9:3 Vorsprung heraus. Alles scheint für Österreich gelaufen zu sein, doch die Gegner aus Deutschland wehren sich verbissen und verkürzen in den folgenden Spielzügen auf 8:9. Österreich erhöht auf 10:8, kann den Satz aber nicht zumachen, und plötzlich steht es 10:10. Nun entscheiden die Nerven. Nach zwei stark gespielten Angriffen steht Österreich als 12:10 Sieger und als erster Finalist fest.

Endrunde Sonntag

Halbfinale Deutschland – Schweiz 3:0 (11:6, 11:9, 15.139

Satz 1

Deutschland geht rasch mit 4:1 in Führung, die Schweiz kann auf 3:4 und 5:6 verkürzen, doch dann zieht Deutschland Dank einer super Mannschaftsleistung davon und verwandelt den ersten Satzball verdient zum 11:6.

Dieser Satz ist anfangs gekennzeichnet durch enge Spielstände, ehe die Schweiz mit effizienten Rückschlägen und mit Hilfe eines Übertrittfehlers auf 6:3 stellt. Deutschland lässt nicht locker und geht auf Grund toller Abwehr, perfektem Zuspiels und knallharten Rückschlägen mit 7:6 in Führung. Dem Schweizer Timeout folgt das 7:7, Deutschland erspielt sich beim Stand von 10:8 zwei Satzbälle und kann Satz 2 mit 11:9 für sich entscheiden.

Satz 3

Zunächst holt die Schweiz einen 5:3 Vorsprung heraus, verschenkt diese Führung jedoch mit unerzwungenen Fehlern. Dazu funktioniert das Zuspiel nicht mehr optimal. So kommt es nach einem hochklassigen Spielzug beim Stand von 6:5 zum Führungswechsel. Die Schweiz gleicht mit einem servicepunkt zum 6:6 aus und geht mit 8:6 in Führung. Dem deutschen Timeout folgt das 8:8, ehe die Schweiz mit 10:8 zwei Satzbälle erkämpft. Der Satzgewinn scheint nahe, doch Deutschland rettet sich mit einem 10:10 in die Verlängerung. In dieser geht bis zum 13:12 jeweils die Schweiz in Führung, muss jedoch stets den Ausgleich hinnehmen. Dabei verdient sich der Punktball zum 13:12 für die Schweiz das Prädikat besonders wertvoll. Stocklasa Marcel stellt mit tollem Service auf 13:13 und Deutschland geht nach einem Schweizer Abwehrfehler 14:13 in Führung. Ein Übertrittfehler zum 15:13 bringt den Finaleinzug für Deutschland, Schweiz bleibt der Weg ins kleine Finale.

Österreich-Deutschland 2:3 ( 15:14, 11:7, 6:11, 8:11, 9:11)

Im Finale stehen einander die Mannschaften aus Deutschland und Österreich gegenüber. Eine prächtige Zuschauerkulisse sieht ein an Spannung kaum zu überbietendes Endspiel.

Österreich geht mit dem ersten Spielball 1:0 in Führung und baut diese dank zahlreicher starker Angriffe durch Müllehner Karl auf 7:3 und 8:4 aus. Nach dem 9:5 für Österreich wird Deutschland immer stärker und plötzlich steht es 10:10. In der Verlängerung liegt Österreich stets einen Punkt voran, gefolgt vom Ausgleich der Deutschen. Ein ins Aus geschlagener Angriffsball der Deutschen bringt das 14:13 für Österreich, Deutschland gleicht noch einmal aus, Österreich gewinnt Satz 1 mit einem tollen Servicepunkt 15:14.

Diesen Satz beginnt Deutschland nach einem Servicefehler mit 1:0. Bis zum 3:3 ist der Satz umkämpft, dann kann Österreich sich mit 8:3 und 10:5 absetzen. Deutschland kommt noch auf 7:10 heran, muss aber Satz zwei mit 7:11 an Österreich abgeben.

Mit 0:2 an Sätzen steht die deutsche Mannschaft bereits gehörig unter Druck. Es entwickelt sich ein äußerst enges Spiel bis zum 4:4 und zum 6:7, doch dann gelingt Österreich kein Punkt mehr, Deutschland gewinnt den Satz mit 11:6.

Österreich geht mit 5:2 in Führung, eine fehlerlos spielende deutsche Mannschaft schafft bei 7:7 den Gleichstand und geht anschließend mit 8:7 in Führung. Abwehr und Zuspiel der Österreicher klappen in dieser Phase nicht nach Wunsch und so verwandelt Deutschland den ersten Satzball zum 11:8.

Der U21 EM Titel Männer wird im fünften Satz entschieden. Österreich beginnt mit einem Servicefehler und nach dem dritten Servicefehler steht es 6:3 für Deutschland. Auf Grund einer Muskelverletzung muss Österreich den starken Angreifer Müllehner Karl auswechseln. Starke Angriffe, ermöglicht durch tolle Abwehrleistungen und exaktes Zuspiel, bringen das 9:5 für Deutschland. Österreich gibt nicht auf, kämpft sich auf 9:10 heran, kann jedoch das 11:9 für Deutschland durch ein kurzes Service nicht verhindern. Deutschland ist verdient EUROPAMEISTER.

Wir gratulieren unserem Oli ganz herzlich !!!



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