Der TSV Dennach ist ein Vorzeigeverein, der sich nicht nur Sport, Gemeinschaft und Zusammenhalt auf die Fahne geschrieben hat, sondern auch Fortschritt und Tradition vereint. Besonders stolz ist der Verein auf sein äußerst erfolgreiches Frauen-Faustball-Bundesliga-Team. Das Jahr 2025 steht ganz im Zeichen des TSV, der im Jahr 1900 gegründet wurde. An diesem Wochenende wurde das 125-jährige Jubiläum, das fünfte in der Vereinsgeschichte, mit einem Festakt, einem Jedermann-Faustball-Turnier mit zehn Teams, einer Vereinspräsentation und einer großen Party gebührend gefeiert. Die Pforzheimer Partyband „Partyfriteusen“ verwandelte am Samstag die Schwabentorhalle in eine Partymeile. Unter dem Stern des Jubiläums standen neben dem Neujahrsempfang, dem Kinderfaschingsumzug, dem Schlachtfest, der Ausrichtung und dem Gewinn der Deutschen Frauen-Faustball-Hallenmeisterschaft in der Stadthalle, der Jubiläumswanderung „Rund ums Dorf“ und dem Pfingstturnier, bei dem die Damen- und Herren-Nationalmannschaften von Deutschland und der Schweiz erstmals aufeinandertrafen.
Bürgermeister Fabian Bader betonte, dass „125 Jahre nicht nur für Sport stehen, sondern auch für ehrenamtliches Engagement“. Erich Unruh, der TSV-Vorsitzende, zeigte sich erfreut, dass zum Festakt mit 150 Gästen nicht nur zahlreiche Ehrenmitglieder, Abordnungen von Verbänden und befreundeten Vereinen, sondern auch Sponsoren der Einladung in die Schwabentorhalle folgten und den Abend zu einem gesellschaftlichen Miteinander machten. Kulinarisch verwöhnt wurden die Festgäste von Chefkoch Fredi Bodamer. Dem ehemaligen Dennacher und seinem Küchenteam zollten die Gäste stehende Ovationen. Das Festmenü wurde von den Weltpokalsiegerinnen serviert. Unruh zeigte sich dankbar, dass ihm mit seinem Stellvertreter Tobias Lutz, Geschäftsführer Tobias Eberhardt und dem Kassier Daniel Schroth ein starkes Team zur Seite steht. Das Quartett ist in Sachen Vereinsführung in die großen Fußstapfen von Alfred Gerwig getreten. Der Ehrenvorsitzende hat in seiner 30-jährigen Ära als Vorsitzender die Geschicke des Vereins geprägt wie kein anderer und den TSV dahin gebracht, wo er heute steht. In den letzten 25 Jahren standen neben vielen sportlichen Highlights auch stets gesellschaftliche Aspekte im Vordergrund. Der TSV ist ein Verein, in dem Zusammenhalt und Respekt oberste Priorität haben. Bürgermeister Fabian Bader ist deshalb um die Zukunft des TSV keineswegs bange. „Seit Gründung des Vereins haben sich immer wieder Leute gefunden, die neben dem Sport auch das gesellschaftliche Leben erhalten haben.“
Beim Stöbern in der Vereinschronik fand der Schultheiß einen Eintrag, der auch zahlreiche Gäste überraschte. In den Anfängen des Jubiläumsvereins wurde nicht nur geturnt, sondern es gab auch einen Turn-Gesangsverein. Benjamin Knoll vom württembergischen Sportbund und Gerhard Fauti vom Sportkreis Calw bezeichneten den TSV als modern und offen, der Neuem nicht abgeneigt ist und ehrenamtliches Engagement vieler Helfer den Verein auszeichnet. „Die TSV-Faustballer haben nicht nur an über 100 deutschen Meisterschaften teilgenommen. Auch andere Vereinsgruppen haben vorbildlich gesellschaftliches Leben vorgelebt und vieles gestemmt“, ergänzte Unruh. Auch beim Bau des Sportheims haben sich viele Mitglieder hervorgetan. Großes Lob zollte Tobias Lutz dem Frauen-Team, das in den letzten Jahren jedes Jahr einen Titel nach Dennach holte und im Jubiläumsjahr vor heimischem Publikum die Deutsche Hallenmeisterschaft sicherte, in Calw zum zehnten Mal in Folge den Europäischen Championscup und in Österreich, ohne einen Satz abzugeben, zum dritten Mal den Weltpokal erkämpfte. Augenzwinkernd brachte Bürgermeister Bader zum Ausdruck, „dass er mit den Glückwunschschreiben fast nicht mehr nachkommt“.
Viel zu verdanken hat der TSV nach den Worten von Gerwig auch zahlreichen Mitgliedern, die sich in den Dienst des Vereins stellten. Der Gesangverein Edelweiß-Flutlichtchor brachte dem Jubilar ein Ständchen dar. Neben dem Jedermannturnier am Samstag und der darauffolgenden Jubiläumsparty mit der Band „Partyfriteuse“ bildete der Familientag und „Tag der Offenen Tür“ mit disversen Gruppen-, Abteilungs- und Vereinspräsentationen den krönenden Abschluss des Festwochenendes. Der TSV dankt nochmal allen Teilnehmern/-innen für ihren Beitrag zum Gelingen dieses einmaligen Festaktes.
Bilder: Jürgen Keller
